Opa hat nicht alle Tassen im Schrank. Er ist ein bisschen Gaga, ein schrulliger alter Kauz, was seine Tochter, die Mutter von Marlies und Jan nicht davon abhält, ihre Kinder bei ihm abzuladen, um ihre etwas angerostette Ehe aufzupolieren. Was zuviel ist, ist zuviel. Der Alte zeigt seine widerborstige Seite und seine etwas aussergewöhnliche Lebenseinstellung. Immerhin ist er davon ueberzeugt, schon x-mal gelebt zu haben. Nur, er kann sich als einer der wenigen an seine vorherigen Leben erinnern. Der Senior hat mit seinen Enkeln nichts am Hut. Er lebt auf einem Resthof in Norddeutschland, der noch in vielen Belangen fern vom Heute ist. Da past Opa prima hin. Neben vielen anderen Schrullen pflegt Opa die Konkurrenz zum Lügenbaron von Münchhausen. In seinen Erzählungen lebt er das Gestern. Nicht etwa nur die Zeiten im Zweiten Weltkrieg, nein, weit darüber hinaus. Er lag im Ersten Weltkrieg im Schützengraben, er war zur Zeit der Algonkin-Völker in Nordamerika, bei der Sklavenverschleppung in Afrika dabei und hat nicht zuletzt als Gladiator in Rom gekämpft. Ein Spleen, den er beim Schachspiel mit seinem Freund Karl immer wieder auslebt und der die freundschaft auf eine harte Probe stellt. Als seine Enkel Marlies und Jan wegen einer Auto-Karambolage bei ihm bleiben muessen, hat er zwei neue "Opfer" fuer seinen Seemansgarn gefunden, die begierig seinen Geschichten lauschen, aber - natürlich - kein Wort davon glauben.